Brandenburg
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Der WEISSE RING Brandenburg feierte Geburtstag

25 Jahre Landesverband - dem Wohl der Mitmenschen verpflichtet, unbezahlt und im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar

Ein Vierteljahrhundert Opferschutz und zivilgesellschaftliches Engagement im Land Brandenburg – das wurde am 30. Juni 2018 im Seehotel in Zeuthen mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern, Mitgliedern des Bundesvorstands, Netzwerkpartnern und Gästen aus Gesellschaft und Politik gefeiert.

Der Landesvorsitzende Jürgen Lüth, ehemaliger Polizeipräsident von Cottbus, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte alle Gäste herzlich. In seiner Rede blickte er zurück auf den Anfang: „Mit der Gründung des WEISSEN RINGS in Brandenburg konnten wir ein neues Kapitel in der Opferarbeit aufschlagen. Noch nie zuvor gab es hier in Brandenburg eine Opferhilfsorganisation, die sich ausschließlich um die Opfer von Kriminalität und Gewalt gekümmert hat.“ Über 150 Ehrenamtliche unterbreiten denen umfangreiche Hilfsangebote, die dringend auf Hilfe angewiesen sind. So konnten in den 25 Jahren über 7.000 Opfern mit über 1,7 Mio. Euro geholfen werden.

Als besonders beängstigend bezeichnete Lüth die zunehmende Gewalt an Schulen und die starken Zuwächse im Bereich der Computerkriminalität. Hier sei dringender Aufklärungsbedarf vorhanden. Der Landesvorsitzende wünscht sich eine stärkere Vernetzung zwischen Polizei, Staatsanwaltschaft und WEISSEM RING. „Alleingänge sind wenig hilfreich“, betonte er.

Der Minister des Innern und für Kommunales des Landes Brandenburg, Karl-Heinz Schröter, unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung des Vereins: „25 Jahre WEISSER RING in Brandenburg bedeutet 25 Jahre unzähliger ehrenamtlich absolvierter Stunden im Dienst der guten Sache. Freiwillig, dem Wohl der Mitmenschen verpflichtet, unbezahlt und im wahrsten Sinne des Wortes unbezahlbar. Und auch wenn die Kriminalitätszahlen derzeit sinken, wird es weiterhin Opfer geben, die Hilfe brauchen. Der Staat konzentriert sich vorrangig darauf, die Täter zu ermitteln, zu ergreifen und zu bestrafen. Aber auch die Opfer brauchen Unterstützung, Zuspruch und guten Rat. All das leistet in vorbildlicher Weise der WEISSE RING. Dafür gebührt ihm größter Dank und Anerkennung.“

Die Ehrengäste Stephan Loge, Landrat des Landkreises Dahme-Spreewald, Stefan Ludwig, Minister der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg , Ingo Senftleben, CDU-Fraktionsvorsitzender, und Roswitha Müller-Piepenkötter, Bundesvorsitzende des WEISSEN RINGS, gratulierten dem Brandenburger Landesverband zu seinem Jubiläum.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter standen im Fokus der Festveranstaltung. So würdigte Barbara Richstein, stellvertretende Landesvorsitzende, das ehrenamtliche Engagement von Frau Wende (10 Jahre), Frau Gutzmann (20 Jahre), Frau Voigt, Frau Baumann und von Herrn Mücke (25 Jahre). Gleichzeitig verabschiedete er Herrn Dr. Schneider (Außenstelle Uckermark) und Herrn Mücke (Außenstelle Frankfurt), die die Leitung ihrer Außenstelle nach mehr als 20 Jahren weitergaben.

Zum zweiten Mal in der Geschichte des Landesverbandes wurde ein Wettbewerb zur Erhöhung der Mitgliederzahl im Verband ausgeschrieben, deren Ergebnis Jürgen Lüth auf der Veranstaltung bekanntgab: Den 1. Platz sicherte sich die Außenstelle Elbe-Elster mit elf gewonnenen Mitgliedern, den 2. Platz erhielt die Außenstelle Ostprignitz-Ruppin mit acht neuen Unterstützern und den 3. Platz für jeweils fünf Mitglieder teilen sich die Außenstellen Oberhavel und Dahme-Spreewald.

Eine besondere Freude für den Landesvorsitzenden war die Ernennung des neuen Jugendbeauftragten für den WEISSEN RING Brandenburg. Dominik Hake, jüngster Mitarbeiter im Landesverband, erhielt die Ernennungsurkunde sowie ein Polo-Shirt.

Nach einer musikalischen Einlage der Combo des Landespolizeiorchesters, die schon auf der ersten Regionalkonferenz im Land Brandenburg spielte, lud Moderator Uwe Madel, Botschafter des WEISSEN RINGS und Moderator im rbb, alle Gäste herzlich, nun dem Vortrag von Jörg Ziercke, stellvertretender Bundesvorsitzender des WEISSEN RINGS, über die Entwicklung der Großereignisse und deren Bekämpfung zu folgen.

Eine gelungene Überraschung war am Ende der Festveranstaltung eine große Geburtstagstorte mit Wunderkerzen.

Nach dem offiziellen Teil konnten sich alle Gäste am reichhaltigen Buffet laben und den Nachmittag mit angeregten Gesprächen ausklingen lassen.

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Der WEISSE RING in Brandenburg ist seit 1993 Mitglied der größten, einzigen und bundesweit flächendeckend arbeitenden Opferschutzorganisation in der Bundes-republik und genießt landesweit hohes Ansehen.

Die mehr als 150 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in 18 Außenstellen organisiert und durch vielfältige Seminare bestens ausgebildet. Sie arbeiten auf der Grundlage eines gemeinsam auferlegten Ehrenkodex und der Standards der Opferhilfe.

Jährlich bietet der WEISSE RING in Brandenburg gut 1.200 Unterstützungsleistungen an und hilft Opfern von Kriminalität und Gewalt mit mehr als 100.000 Euro bei der Überbrückung akuter Notlagen.

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Medienecho:

Den vollständigen Artikel können Sie hier lesen - mit freundlicher Genehmigung von "Niederlausitz aktuell".

Den Bericht über die Festveranstaltung können Sie bei rbb-online sehen. Der Beitrag beginnt bei der 32. Sekunde.

Die Bundesvorsitzende des WEISSEN RINGS, Roswitha Müller-Piepenkötter, gratuliert Jürgen Lüth, Landesvorsitzender in Brandenburg, zum 25jährigen Bestehen des Landesverbandes.

Jürgen Lüth (Mitte) mit Jörg Ziercke (li), stellv. Bundesvorsitzender des WEISSEN RINGS,  und Hans-Jürgen Mörke (re), Brandenburgs Polizeipräsident

Die Bundesvorsitzende des WEISSEN RINGS, Roswitha Müller-Piepenkötter (Mitte) mit langjährigen ehrenamtlichen Mitarbeitern, die während der Festveranstaltung für ihr besonderes Engangement für die Opfer geehrt wurden.